Weininfo

von Hutzelhof

Liebe Leut’,

letzte Woche haben wir Hutzelhöflinge uns eingehend dem Thema ökologischer Weinbau und der Erzeugung hochwertiger Bioweine gewidmet. Der Sommelier und Winzer Martin Darting, eine Korephäe in der ökologischen Weinbauberatung, schulte uns 2 Tage lang in Weinsensorik und Besonderheiten im ökologischen Weinbau.

Martin ist Weinliebhaber aus Leidenschaft. Seine Expertise in Sachen Bio-Wein sucht seines gleichen und so berät und zertifiziert er Winzer und Weinhändler in ganz Europa. Schön, dass er bei uns war, denn nun können wir Sie, liebe Kunden, noch besser bei der Auswahl des passenden Weins beraten. 

Sucht man eigentlich den Wein nach dem Essen oder das Essen nach dem Wein aus? Beides geht natürlich. Beim sog. "Food-Pairing" gilt die Faustregeln: Herausragende Geschmackseigenschaften einer Speise oder eines Weins sollten auf keinen Fall umeinander konkurrieren, sondern sich ergänzen oder abpuffern. Ein Beispiel: Ein opulenter, tanninreicher Rotwein verursacht beim trinken ein leicht herbes (adstringentes) Gefühl im Mund. Ist man nun ein Steak oder reifen Käse dazu, puffert das Eiweiß im Essen den Gerbstoff des Weines ab und es entsteht ein harmonisches Mundgefühl. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Beim Weinseminar mit Martin Darting funktionierte dies wunderbar mit dem Bordeaux vom Château Chavrignac und dem Nordseekäse.

Den Käse leicht cremig kauen, nicht runterschlucken und dann einen Schluck Rotwein dazu. Herrlich, wie sich die beiden Geschmäcker hervorheben! Eine kurze Anekdote dazu: Als wir Martin die besagte Flasche Bordeaux reichten, schrie er "Kindermord"! Der aktuelle Jahrgang 2015 sei doch viel zu jung. Einen guten Bordeux könne man mindestens 5 Jahre liegen lassen. Jung bedeutet hier aber auch frech und nicht glattgebügelt sondern ehrlich. Die Empfehlung: Geschickt mit eiweißhaltigen Speisen gegenarbeiten um das "Rauhe" abzupuffern oder mindestens eine Stunde dekantieren. Oder eben noch eine Weile aufheben...


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